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Dienstag, 24. Dezember 2024

Welche geopolitische Entwicklungen sind in 2025 zu erwarten ?

Die globale politische Landschaft wird im Jahr 2025 durch ein komplexes Geflecht aus geopolitischen Konflikten und regionalen Instabilitäten geprägt. Der laufenden Konflikt zwischen die Ukraine und Russland, die anhaltende Kriege im Nahen Osten, sich vertiefende Spaltungen auf dem Balkan und das eskalierende Chaos in der Sahelzone sind nur einige der Krisen, die Regierungen und multinationale Organisationen gleichermaßen herausfordern werden. In Kombination mit den Grauzonenkriegen, zwischenstaatlichen Konflikten, grenzüberschreitender organisierter Kriminalität, Terrorismus und der zunehmenden Bedrohung durch Naturkatastrophen aufgrund des Klimawandels erfordern diese vielschichtigen Krisen umfassende und proaktive Risikomanagementstrategien zum Schutz der Staaten. Man könnte sogar sagen, das 2025, wegen dieser Polykrisen, ein Schicksalsjahr für die Menschheit werden könnte.

Unter einer Polykrise versteht man eine Situation, in der mehrere globale und lokale Krisen - von geopolitischen Konflikten bis hin zu wirtschaftlicher Notlage, Klimawandel und grenzüberschreitender Kriminalität - zusammenwirken und sich gegenseitig verschärfen, wodurch komplexe und miteinander verbundene Risiken entstehen. Diese Krisen treten nicht isoliert auf, sondern verstärken sich gegenseitig über geostrategische Verwerfungslinien hinweg und lassen lokale Probleme zu regionalen oder sogar globalen Bedrohungen eskalieren.

Unter aktuellen Umständen diese Polykrisen sind ein Zeichen dafür, dass die Ausrichtung der Außen- und Sicherheitspolitik auf eine multipolare Welt (Institutionen, Organisationsstrukturen und Verwendung von Ressourcen) kritisch hintergefragt werden muss. Man sollte die entsprechenden Akzenten in den Beziehungen zu potentiellen Hegemonen und multipolaren Foren setzen. Ein informelles CRINK Bündnis zwischen China, Russland, Iran und Nordkorea zwingt die NATO, ihre Beziehungen zu den Ländern des indopazifischen Raums zu intensivieren.

An tektonischen geopolitischen Entwicklungen hat es in 2024 nicht gefehlt: der Beitritt des lange Zeit neutralen Schwedens zur NATO, der Einmarsch der ukrainischen Streitkräfte in die russische Region Kursk, die israelischen Angriffe im Iran und im Libanon, die Wahl Donald Trumps, der Sturz des Regimes von Bashar al-Assad in Syrien und die Amtsenthebung des südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk Yeol kurz nachdem er das Kriegsrecht verhängt hatte. In 2024 setzten sich auch längerfristige Trends fort, die nicht weniger folgenreich sind: von der immer besser werdenden künstlichen Intelligenz (KI) über die zunehmende Aufteilung der Welt in Blöcke bis hin zur wachsenden Bedrohung durch den Klimawandel. Und der Trend kann nicht in 2025 ohne Folgen bleiben.

Was bringt das Jahr 2025 für die Ukraine? Trump hat versprochen, den Konflikt in der Ukraine zu beenden, aber die ukrainischen und russischen Vorstellungen von einer Lösung gehen weit auseinander, und der russische Präsident Wladimir Putin hat harte Bedingungen für einen Friedensvertrag angekündigt.

China wird nach wie vor mit Taiwan befasst. Letzte Woche veranstaltete China seine größten maritimen Militärübungen seit Jahrzehnten. Die Übungen, an denen fast neunzig Schiffe teilnahmen, sollten offenbar die Botschaft vermitteln, dass Peking die Insel blockieren und die Verbündeten der USA daran hindern kann, ihr zu Hilfe zu kommen. Hier könnte sehr kompliziert werden.

Der Nahe Osten scheint die Schlagzeilen zu beherrschen. Werden sich in Syrien, nach Assad, die verschiedenen Oppositionsgruppen sich verständige? Oder wird Syrien ein gescheiterter Staat bleiben, nur dieses Mal von Islamisten geführt? Das Schicksal Syriens wird nicht nur die Zukunft der dreiundzwanzig Millionen Einwohner des Landes bestimmen, sondern auch erhebliche Auswirkungen auf seine unmittelbaren Nachbarn haben: Türkei (Richtung Groß Turan???), Irak, Jordanien, Libanon und Israel (Richtung Groß Israel???). In dieser Region das Schicksal von den Kurden bleibt politisch nicht geklärt.

Die größte humanitäre Krise der Welt, ohne großes Aufsehen in den Mainstreammedien, ist derzeit der Bürgerkrieg im Sudan, der seit dem Frühjahr 2023 wütet. Es wird erwartet, dass sich die Krise im Jahr 2025 noch verschärfen wird, da externe Mächte - darunter die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien - sich weiterhin in den Konflikt einmischen. Anderswo auf dem Kontinent wird es sich lohnen, den schwelenden Konflikt zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda, den chronischen islamistischen Aufstand im Norden Nigerias, die G-20 Präsidentschaft Südafrikas und die für 2025 erwarteten, möglicherweise brisanten Wahlen in Elfenbeinküste, Tansania und Kamerun zu beobachten.

Die Innen- und Außenpolitik des Jahres 2025 wird weitgehend von potenziell umwälzenden Wahlen, wirtschaftlicher Volatilität und tiefgreifender Unsicherheit über die Zukunftsaussichten für Frieden und Wohlstand in der Welt geprägt sein. Die Rückkehr von Donald Trump in das Amt des amerikanischen Präsidenten wird auf der ganzen Welt Auswirkungen haben. Seine Unberechenbarkeit, seine umstrittene Politik und sein Appell an den Populismus werden rund um den Globus zu spüren sein.

Sicher ist, dass die zwischenstaatliche Spannungen und Konflikte die Voraussetzungen für ein schwieriges geopolitisches Geschäftsumfeld sowohl in den Schwellen- als auch in den Industrieländern schaffen werden. Leider die UN wird die Abläufe nicht kontrollieren können, - was ein geoplitisches Versagen ist, - und die fehlende Interesse um die Konsequenzen des Postulats der Humanökologie zu verstehen, wird tragischen Folgen für die Menschen haben. Wir sollen froh sein (!!!), wenn der 3. Weltkrieg nicht stattfinden wird.

Anmerkung: wegen interessanter Zusammenhänge hier sind Verlinkungen an die Webseiten von Baba Wanga und Nostradamus.

Mehr Informationen:


Donnerstag, 21. Dezember 2023

Wie könnte in 2024 die geopolitische Lage sich entwickeln ?

Das Jahr 2023, das in mancher Hinsicht noch schlimmer war als das schwierige Jahr 2022, neigt sich allmählich dem Ende zu. In einer gute Woche beginnt ein neues Jahr, 2024, in dem sich höchstwahrscheinlich wichtige Ereignisse stattfinden werden. Man könnte sagen, dass 2024 ein Schicksalsjahr sein könnte, ähnlich wie 1945 in der Geschichte eingegangen ist. Neben "kleineren Konflikte" könnten sowohl der endgültige Ausgang des blutigen bewaffneten Konflikts in der Ukraine als auch der Krieg Israels in den Gazastreifen sich beenden.

Jeden Tag erreichen uns grausame Nachrichten aus verschiedenen Teile der Erde, jeden Tag gibt es Tausende weitere Tote und jeden Tag gibt es das Gefühl, dass sich die Gewaltspirale immer nur in eine Richtung dreht: aufwärts. Und als wäre das nicht genug, steht die Menschheit mit der Klimakrise vor einer der größten Herausforderungen in ihrer Geschichte. Alles zeigt darauf, dass die Welt in einer Phase eingetreten ist, in der es besonders unruhig ist. Einige sagen, dass wir in einer Polykrise sind, dass wir verlernt haben, die zwischenstaatlichen und/oder interethnischen Krisen mit friedlicheren Mittel zu lösen, und bestätigen nur die Aussage von Clausewitz, nach dem der Krieg als eine „Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“ ist. Das bestätigen auch die Zahlen des Uppsala Conflict Data Program (UCDP), das umfängliche Daten zu der Zahl und Qualität militärischer Konflikte seit 1946 sammelt. In den letzten zehn Jahren ist ein Trend zur Zunahme von Konflikten zwischen Staaten zu beobachten, einschließlich Fällen, in denen Großmächte in internationalisierten innerstaatlichen Konflikten die jeweils andere Seite unterstützen. Die UCDP verzeichnete im Jahr 2022 55 aktive bewaffnete Konflikte zwischen Staaten, ein Anstieg um einen Konflikt im Vergleich zum Vorjahr. Acht dieser Konflikte erreichten die Stufe des Krieges, und 22 von ihnen waren internationalisiert, was bedeutet, dass eine oder beide Parteien Truppenunterstützung von einem externen Staat erhielten. Während die Zahl der durch nichtstaatliche Konflikte verursachten Todesopfer im Vergleich zu 2021 etwas zurückging, stieg sowohl die Zahl der nichtstaatlichen Konflikte als auch die Zahl der durch einseitige Gewalt getöteten Zivilisten.

Der russische Einmarsch in die Ukraine in Februar 2022 ist der erste groß angelegte zwischenstaatliche Konflikt seit 20 Jahren und der erste zwischenstaatliche bewaffnete Auseinandersetzung seit dem Zweiten Weltkrieg, bei dem eine Großmacht im internationalen System sowohl territoriale Gewinne für sich selbst als auch die Unterwerfung eines anderen Staates durch einen möglichen Regimewechsel anstrebt. Es ist ein Konflik, wo die Vernunft ausgeschaltet wurde, und man schickt die Menschen zum Sterben wie in einem Komputerspiel, ohne Rücksicht auf Verluste. Es wäre die Zeit nachzudenken, wie diese Tragödie des 21. Jahrhunderts gestoppt werden kann. Dafür ist es unbedingt notwendig die Narrative von der Wirklichkeit zu trennen.

Der Krieg in Israel und Gaza in 2023 ist der fünfte Krieg im Gaza-Israel-Konflikt und ein Teil des umfassenderen israelisch-palästinensischen Konflikts. Auslöser des Kriegs war der Terrorangriff der Hamas auf Israel vom 7. Oktober 2023. Bei dem von der radikal-islamischen Terrororganisation Hamas vom palästinensischen Autonomiegebiet Gazastreifen aus geführten Angriff auf Israel wurden 1.139 Menschen getötet – 695 israelische Zivilisten, darunter 36 Minderjährige, 373 Mitglieder der israelischen Sicherheitskräfte und 71 Ausländer. Das Ereignis stellt den größte Massenmord an Juden seit dem Holocaust dar. Darüber hinaus entführte die Hamas rund 250 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen und beschoss israelische Orte mit tausenden Raketen. Auch hier wäre schon die Zeit, um ein Ende einer sehr langen Auseinandersetzung zu machen,

Beide oben angezeigten Kriege könnten unter Umständen den 3. Weltkrieg starten, der mit Nuklearwaffen geführt werden könnte, was die weitere Existenz der Menschheit in Frage stellen würde. Die Weltuntergangsuhr wurde Anfang 2023 auf 90 Sekunden bis zum Weltuntergang gesezt!

Die geopolitische Lage wird mit großer Wahrscheinlichkeit durch die verschieden Wahlergebnisse, die in 2024 stattfinden werden, stark beeinflusst. Nach der Neuer Zürcher Zeitung 2024 wird ein Höllenjahr sein. Nächstes Jahr werden in Ländern mit mehr als der Hälfte der Weltbevölkerung Wahlen abgehalten. In den Ländern, die wählen werden, leben mehr als 4 Milliarden Menschen und diese Wahlen im Jahr 2024 könnten die Welt schockieren. Die wichtigsten Wahlen, die die Welt in 2024 beeinflussen könnten, werden wir hier kurz weiter analysieren.

  • Am 13. Januar 2024 werden in Taiwan sowohl die Präsidentschaftswahl als auch die Parlamentswahlen abgehalten. Nach dem Scheitern der Bemühungen um eine gemeinsame Kandidatur der Oppositionsparteien KMT [Chinese Nationalist Party - Kuomintang]  und TPP (Taiwan People’s Party) haben die Regierungspartei DPP [Democratic Progressive Party] und die Oppositionsparteien KMT und TPP nun ihre jeweils eigenen Präsidentschaftskandidaten und Vizepräsidentschaftskandidaten aufgestellt. Welche Auswirkungen wird dies auf den Wahlkampf und Wahlausgang haben, ist es noch offen. Die Ergebnisse der ersten und zweiten Wahlen werden darüber entscheiden, wer in Taipeh an der Macht sein wird und welchen Weg die Insel einschlagen wird. Entweder wird es einen Weg der allmählichen friedlichen Annäherung an Volksrepublik China geben oder eine weitere Konfrontation mit der Provokation Pekings, seinen Vertrag über den strategischen Wirtschaftsraum zu verwirklichen. In jedem Fall diese Wahlen werden sehr stark die geopolitische Lage lange Zeit prägen.
  • Am 15. und 17. März 2024 werden die Präsidentschaftswahlen in Russland stattfinden. Es handelt sich hier um die achte Präsidentschaftswahl. Erhält kein Kandidat mehr als die Hälfte der Stimmen, findet genau drei Wochen später, am 7. April 2024, ein zweiter Wahlgang statt. Der Gewinner der Wahl soll am 7. Mai 2024 in sein Amt eingeführt werden. Experten erwarten, dass der aktuellen Kreml-Chef erneut die Wahlen gewinnt. Als Folge Russland wird seine aktuelle Politik weiter folgen und damit die Welt um eine entsprechende Reaktion zwingen. Entweder wird man eine Niederlage Russlands in dem Konflikt mit der Ukraine anstreben oder wird man über eine Kompromisslösung nachdenken und entsprechend handeln. In jedem Fall wird man versuchen, die Tragödie in der Ukraine zu beenden.
  • Am 9. Juni 2024 werden die Europawahlen stattfinden. Mit dieser Gelegenheit wählen alle Bürgerinnen und Bürger der EU zum zehnten Mal das Europäische Parlament. Es ist das einzige direkt gewählte Organ der Staatengemeinschaft und eines der beiden gesetzgebenden Gremien der EU. Als Folge der aktuellen Politik der Mehrheit der Regierungen in EU könnte es sein, dass die national konservativen Bewegungen eine Mehrheit in dem Europäischen Parlament erreichen könnten, was weitreichenden Konsequenzen für die Existenz der Europäischen Gemeinschaft und die Rolle Europas in der Welt haben könnte.
  • In September 2024 finden Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg statt. Diese Wahlen im Herbst 2024 in Bundesgebiet stehen besonders im bundespolitischen Fokus. Erstmals könnte die Alternative für Deutschland (AfD) die stärkste Kraft bei einer Landtagswahl werden, was zu großen Änderungen in der politischen Handlung in Deutschland einleiten könnte.
  • Am 5. November 2024 werden die US-Präsidentschaftswahlen stattfinden. Wer gewinnt die 60. Wahl zum Präsidenten der USA? Das entscheidet sich Anfang November 2024. Bis es jedoch soweit ist, stehen sowohl bei den Demokraten als auch bei den Republikanern noch die Vorwahlen an. Erst dann entscheidet sich, wer für die beiden Parteien zur Präsidentschaftswahl antreten wird. Momentan sieht jedoch alles nach einer Neuauflage zwischen Joe Biden und Donald Trump aus.

Wie man schätzen kann, 2024 wird für die Welt sehr kompliziert und sehr gefährlich sein.

Mehr Informationen:

  1. Wikipedia - Wahlen 2024 - https://de.wikipedia.org/wiki/Wahlen_2024
  2.  Der sechste Kondratieff - https://www.kondratieff.net/the-sixth-kondratieff
  3.  Doomsday Clock - https://thebulletin.org/doomsday-clock/timeline/