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Dienstag, 9. Dezember 2025

Die Polykrise von 2026: Zersplitterung, Geoökonomie und der digitale Kriegsschauplatz

 Wenn man bei GEMINI anfordert: "schreibe ein Essay über die wichtigsten geopolitischen Trends in 2026" bekommt man das folgende Antwort.

Die geopolitische Landschaft des Jahres 2026 wird weniger von einem einzigen dominanten Trend geprägt als vielmehr von einer „Polykrise“ – einer Reihe miteinander verflochtener globaler Risiken, die sich gegenseitig verstärken. Während der Machtkampf zwischen den Vereinigten Staaten und China weiterhin im Mittelpunkt steht, ist das kommende Jahr geprägt von einer weitreichenden Zersplitterung der Weltordnung, der Instrumentalisierung der Wirtschaft und den tiefgreifenden, sich beschleunigenden Auswirkungen der künstlichen Intelligenz (KI) auf Sicherheit und Souveränität.

1. Großmachtwettbewerb und die neue Geoökonomie 

Die Rivalität zwischen den USA und China ist nach wie vor die Hauptachse, um die sich die Weltpolitik dreht, aber ihr Charakter hat sich eindeutig in den wirtschaftlichen und technologischen Bereich verlagert, ein Trend, der oft als Geoökonomie bezeichnet wird.

Technonationalismus und Entkopplung: Sowohl Washington als auch Peking setzen verstärkt auf Technonationalismus und betrachten die Kontrolle über digitale Infrastruktur, Daten und Technologien der nächsten Generation (insbesondere KI, Halbleiter und grüne Technologien) als gleichbedeutend für die nationale Sicherheit. Die USA setzen auf Exportkontrollen und Investitionsprüfungen, während China sich auf technologische Selbstständigkeit konzentriert (Quelle: MERICS China Forecast 2026 ). Dieses gegenseitige Streben nach digitaler und technologischer „Souveränität” führt zu einer zersplitterte, zweigeteilten globalen Technologieumgebung, die Unternehmen dazu zwingt, separate Systeme und die Einhaltung von Vorschriften in verschiedenen Blöcken zu verwalten (Quelle: Insight Forward, „Top 10 geopolitical risks for business 2026”).

Die Umwandlung des Handels in eine Waffe: Zölle, Sanktionen und Exportbeschränkungen sind heute die wichtigsten Instrumente der Außenpolitik. Die Hinwendung der USA zu einer transaktionalen „America First“-Diplomatie hat internationale Institutionen wie die Vereinte Nationen (UN), WTO etc. untergraben und den Aufstieg einer multipolaren, weniger vorhersehbaren Welt beschleunigt (Quelle: LBBW; Insight Forward). China wiederum nutzt seinen Einfluss auf strategische Rohstoffe wie Seltene Erden, um Handelsbeschränkungen entgegenzuwirken (Quelle: Goldman Sachs). Diese Verwischung der Grenzen zwischen nationaler Sicherheit und Industriepolitik zwingt Unternehmen in strategischen Sektoren dazu, sich den Zielen des Staates anzupassen oder den Ausschluss zu riskieren.

Konkurrierende Visionen für den Globalen Süden: Angesichts der weiterhin angespannten Beziehungen zwischen Washington und Peking werden beide Mächte ihren Wettbewerb um Einfluss im Globalen Süden intensivieren. Es wird erwartet, dass China seine Partnerschaften vertiefen und seine Exportmärkte diversifizieren wird, während die USA versuchen werden, ihre Allianzen zu stärken, um Chinas Ressourcen und Einfluss einzudämmen (Quelle: The Diplomat).

2. Anhaltende Konflikte und die Grenzen des Friedens

Regionale Konflikte und anhaltende Instabilität bleiben ein prägendes Merkmal, wobei der Krieg in der Ukraine und die Spannungen im Nahen Osten ständige diplomatische und finanzielle Aufmerksamkeit erfordern.

Der anhaltende Konflikt in der Ukraine: Trotz verschiedener diplomatischer Vorschläge wird erwartet, dass der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine weiter andauert. Die Forderungen Russlands bleiben maximalistisch und zielen auf eine dauerhafte Schwächung und Neutralisierung der Ukraine ab, während Kiew auf der vollständigen Wiederherstellung seiner Souveränität und territorialen Integrität besteht, unterstützt durch robuste Sicherheitsgarantien des Westens. Die EU prüft komplexe finanzielle Lösungen, wie beispielsweise ein „Reparationsdarlehen”, das durch eingefrorene Vermögenswerte der russischen Zentralbank abgesichert ist, um bis 2027 nachhaltige finanzielle und militärische Unterstützung zu leisten (Quelle: The Guardian). Der Konflikt scheint sich zu einem langfristigen strategischen Wettstreit zu entwickeln, in dem der Angreifer wahrscheinlich keinen vollständigen Sieg erringen wird, aber auch das Opfer wahrscheinlich keinen idealen Frieden erreichen wird.

Das europäische Dilemma: Die Fortsetzung des Konflikts und der transaktionale Charakter der US-Außenpolitik (insbesondere unter einer erneuten „America First“-Haltung) stellen Europa vor eine schwere Bewährungsprobe. Der Kontinent muss seine Verteidigungsausgaben erhöhen, seine starke Handelsabhängigkeit von China bewältigen und sich gleichzeitig an die von den USA angeführten Technologiebeschränkungen anpassen sowie enorme Haushaltsdefizite bewältigen – und das alles angesichts eines möglichen Wiederauflebens rechtsextremer Parteien (Quelle: The Economist).

3. Der zunehmende Einfluss von KI auf die Sicherheitslage

Die rasante Kommerzialisierung und Einführung künstlicher Intelligenz wird die internationale Sicherheitslage und die Bedrohungslage im Cyberspace im Jahr 2026 grundlegend verändern.

KI-gesteuerte Cyber-Bedrohungen: KI wird bereits zur Industrialisierung der Cyberkriminalität eingesetzt, was zu einer explosionsartigen Zunahme komplexerer, personalisierter und hartnäckiger Angriffe führt. Generative KI wird die technischen Hürden für die Erstellung gefährlicher Malware senken und weniger erfahrene Angreifer, darunter auch böswillige Insider, stärken (Quelle: Experian). Dies macht die Sicherheit kritischer Infrastrukturen und Lieferketten extrem anfällig.

Kognitive Kriegsführung und Desinformation: KI ermöglicht die groß angelegte Produktion realistischer Deepfakes und falscher Narrative und macht Technologie zu einem Werkzeug für kognitive Angriffe, um strategische Ziele wie die Manipulation der öffentlichen Meinung und die psychologische Destabilisierung in geopolitischen Konflikten zu erreichen (Quelle: Orange Group Security Navigator 2026).

Das KI-Wettrüsten: Der technologische Wettbewerb zwischen den Großmächten treibt ein KI-Wettrüsten im Bereich der Dual-Use-Technologien voran. Das Fehlen einer globalen Regulierung in diesem Bereich bedeutet, dass die Militarisierung der KI – von autonomen Systemen bis hin zu fortschrittlichen Spionagewerkzeugen – wahrscheinlich zunehmen wird, was neue, unvorhergesehene Risiken in der „Grauzone“ zwischen Frieden und Konflikt mit sich bringt (Quelle: SecurityBrief UK).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Jahr 2026 durch einen Wandel vom Ideal der Globalisierung, nämlich der Vernetzung, hin zu einer Realität der kontrollierten Zersplitterung gekennzeichnet sein wird. Geoökonomie und Technonationalismus werden die Rivalität zwischen den Großmächten neu definieren und Technologie- und Handelspolitik zu zentralen Faktoren der nationalen Sicherheit machen. Gleichzeitig werden anhaltende regionale Konflikte weiterhin Ressourcen verschlingen, während die zweischneidige Klinge der KI eine neue Ebene systemischer Risiken mit sich bringt und sowohl die Bedrohungen als auch den Bedarf an neuen Sicherheitsmodellen weltweit beschleunigt.

 

Dienstag, 24. Dezember 2024

Welche geopolitische Entwicklungen sind in 2025 zu erwarten ?

Die globale politische Landschaft wird im Jahr 2025 durch ein komplexes Geflecht aus geopolitischen Konflikten und regionalen Instabilitäten geprägt. Der laufenden Konflikt zwischen die Ukraine und Russland, die anhaltende Kriege im Nahen Osten, sich vertiefende Spaltungen auf dem Balkan und das eskalierende Chaos in der Sahelzone sind nur einige der Krisen, die Regierungen und multinationale Organisationen gleichermaßen herausfordern werden. In Kombination mit den Grauzonenkriegen, zwischenstaatlichen Konflikten, grenzüberschreitender organisierter Kriminalität, Terrorismus und der zunehmenden Bedrohung durch Naturkatastrophen aufgrund des Klimawandels erfordern diese vielschichtigen Krisen umfassende und proaktive Risikomanagementstrategien zum Schutz der Staaten. Man könnte sogar sagen, das 2025, wegen dieser Polykrisen, ein Schicksalsjahr für die Menschheit werden könnte.

Unter einer Polykrise versteht man eine Situation, in der mehrere globale und lokale Krisen - von geopolitischen Konflikten bis hin zu wirtschaftlicher Notlage, Klimawandel und grenzüberschreitender Kriminalität - zusammenwirken und sich gegenseitig verschärfen, wodurch komplexe und miteinander verbundene Risiken entstehen. Diese Krisen treten nicht isoliert auf, sondern verstärken sich gegenseitig über geostrategische Verwerfungslinien hinweg und lassen lokale Probleme zu regionalen oder sogar globalen Bedrohungen eskalieren.

Unter aktuellen Umständen diese Polykrisen sind ein Zeichen dafür, dass die Ausrichtung der Außen- und Sicherheitspolitik auf eine multipolare Welt (Institutionen, Organisationsstrukturen und Verwendung von Ressourcen) kritisch hintergefragt werden muss. Man sollte die entsprechenden Akzenten in den Beziehungen zu potentiellen Hegemonen und multipolaren Foren setzen. Ein informelles CRINK Bündnis zwischen China, Russland, Iran und Nordkorea zwingt die NATO, ihre Beziehungen zu den Ländern des indopazifischen Raums zu intensivieren.

An tektonischen geopolitischen Entwicklungen hat es in 2024 nicht gefehlt: der Beitritt des lange Zeit neutralen Schwedens zur NATO, der Einmarsch der ukrainischen Streitkräfte in die russische Region Kursk, die israelischen Angriffe im Iran und im Libanon, die Wahl Donald Trumps, der Sturz des Regimes von Bashar al-Assad in Syrien und die Amtsenthebung des südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk Yeol kurz nachdem er das Kriegsrecht verhängt hatte. In 2024 setzten sich auch längerfristige Trends fort, die nicht weniger folgenreich sind: von der immer besser werdenden künstlichen Intelligenz (KI) über die zunehmende Aufteilung der Welt in Blöcke bis hin zur wachsenden Bedrohung durch den Klimawandel. Und der Trend kann nicht in 2025 ohne Folgen bleiben.

Was bringt das Jahr 2025 für die Ukraine? Trump hat versprochen, den Konflikt in der Ukraine zu beenden, aber die ukrainischen und russischen Vorstellungen von einer Lösung gehen weit auseinander, und der russische Präsident Wladimir Putin hat harte Bedingungen für einen Friedensvertrag angekündigt.

China wird nach wie vor mit Taiwan befasst. Letzte Woche veranstaltete China seine größten maritimen Militärübungen seit Jahrzehnten. Die Übungen, an denen fast neunzig Schiffe teilnahmen, sollten offenbar die Botschaft vermitteln, dass Peking die Insel blockieren und die Verbündeten der USA daran hindern kann, ihr zu Hilfe zu kommen. Hier könnte sehr kompliziert werden.

Der Nahe Osten scheint die Schlagzeilen zu beherrschen. Werden sich in Syrien, nach Assad, die verschiedenen Oppositionsgruppen sich verständige? Oder wird Syrien ein gescheiterter Staat bleiben, nur dieses Mal von Islamisten geführt? Das Schicksal Syriens wird nicht nur die Zukunft der dreiundzwanzig Millionen Einwohner des Landes bestimmen, sondern auch erhebliche Auswirkungen auf seine unmittelbaren Nachbarn haben: Türkei (Richtung Groß Turan???), Irak, Jordanien, Libanon und Israel (Richtung Groß Israel???). In dieser Region das Schicksal von den Kurden bleibt politisch nicht geklärt.

Die größte humanitäre Krise der Welt, ohne großes Aufsehen in den Mainstreammedien, ist derzeit der Bürgerkrieg im Sudan, der seit dem Frühjahr 2023 wütet. Es wird erwartet, dass sich die Krise im Jahr 2025 noch verschärfen wird, da externe Mächte - darunter die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien - sich weiterhin in den Konflikt einmischen. Anderswo auf dem Kontinent wird es sich lohnen, den schwelenden Konflikt zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda, den chronischen islamistischen Aufstand im Norden Nigerias, die G-20 Präsidentschaft Südafrikas und die für 2025 erwarteten, möglicherweise brisanten Wahlen in Elfenbeinküste, Tansania und Kamerun zu beobachten.

Die Innen- und Außenpolitik des Jahres 2025 wird weitgehend von potenziell umwälzenden Wahlen, wirtschaftlicher Volatilität und tiefgreifender Unsicherheit über die Zukunftsaussichten für Frieden und Wohlstand in der Welt geprägt sein. Die Rückkehr von Donald Trump in das Amt des amerikanischen Präsidenten wird auf der ganzen Welt Auswirkungen haben. Seine Unberechenbarkeit, seine umstrittene Politik und sein Appell an den Populismus werden rund um den Globus zu spüren sein.

Sicher ist, dass die zwischenstaatliche Spannungen und Konflikte die Voraussetzungen für ein schwieriges geopolitisches Geschäftsumfeld sowohl in den Schwellen- als auch in den Industrieländern schaffen werden. Leider die UN wird die Abläufe nicht kontrollieren können, - was ein geoplitisches Versagen ist, - und die fehlende Interesse um die Konsequenzen des Postulats der Humanökologie zu verstehen, wird tragischen Folgen für die Menschen haben. Wir sollen froh sein (!!!), wenn der 3. Weltkrieg nicht stattfinden wird.

Anmerkung: wegen interessanter Zusammenhänge hier sind Verlinkungen an die Webseiten von Baba Wanga und Nostradamus.

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